Nitrifikanten sind auch im Teichwasser vorhanden. Jedoch verhindern biologische Eigenschaften die Bildung einer leistungsfähigen Bakterienpopulation. Durch die zwölfstündige Generationszeit der Mikroorganismen, kann sich zwischen Ausschwemmung und Vermehrung im Reaktionsraum Teichwasser, lediglich ein Gleichgewicht auf niedrigem Niveau einstellen. Der Beitrag zur Nitrifikation ist so geringfügig, dass an einem Koiteich die gezielte Ansiedelung nitrifizierenden Bakterienkulturen für den Abbau von Schadstoffen in einem Biofilter unabdingbar ist.
Aufbau des Biofilters
Im eigentlichen Sinne handelt es sich um keinen Filter, sondern je nach Bauart um eine Kammer oder ein Behältnis in welchem sich Festkörper in Form von Filtermedien befinden. Das Filtermedium stellt den Mikroorganismen ausreichend Oberfläche zur Immobilisierung (Anhaftung) und Expansion zur Verfügung. Die Ansiedlung stabiler Bakterienpopulationen ist die Grundlage zur biochemischen Reinigung des Teichwassers.
Was passiert im Biofilter?
Auf den Filtermedien entsteht aus den angesiedelten Bakterienkulturen ein Biofilm, welcher Schadstoffe aus dem durchströmenden Wasser absorbiert. Nitrit- und Nitratbakterien setzen in der Zellwand eingelagerte Enzyme frei und wandeln im mehrstufigen Nitrifikationsprozess schädliche Verbindungen zu harmloseren Endprodukten um. Die Nitrifikation dient den Bakterien als Energiequelle zum Aufbau organischer Biomasse. Diese Art der Nährung wird als autotroph bezeichnet. Nitrifikanten zählen zu den aeroben Bakterien, benötigen somit zur Oxidation ein sauerstoffreiches Milieu. Des Weiteren verlangt die geringe Wachstumsrate der Bakterien optimale Bedingungen im Biofilter.