Mittlerweile werden Koi auch in Baumärkten, Zoofachhandel und Gartencentern vertrieben. Qualitativ hochwertige Japankoi, sollten jedoch ausschließlich bei einem spezialisierten Koihändler bezogen werden. Ein echter Nishikigoi ist kein billiger Standardfisch. Fische aus Discountmärkten entsprechen zumeist nicht dem gewünschten Qualitätsstandard.
Bei Billigangeboten, handelt es sich oftmals um über Großhändler bezogene israelische Koi minderer Qualität. Lückenlose Untersuchungen sowie die Herkunft der Tiere sind zumeist nicht nachweisbar. Qualität, stressfreie und hygienische Hälterungsbedingungen sowie entsprechende Untersuchungen und Gesundheitszeugnisse haben ihren Preis. Hochwertige Futter, das Heizen der Becken sowie Wasser und Strom kosten ebenfalls viel Geld.
Zu den Importkosten bestimmen zuvor genannte Faktoren den Verkaufspreis hochwertiger Japankoi.
Seriöse Koihändler sind stets bemüht qualitativ hochwertige und gesunde Tiere von guten Züchtern anzubieten. Die Haltung japanischer Koi erfolgt immer unter optimalen hygienischen Bedingungen. Regelmäßige Untersuchungen sind ein essenzieller Bestandteil zur Sicherung des eigenen Fischbestands. Koi von einem spezialisierten Koihändler haben stabilere Farben, ein besseres Wachstum und entwickeln sich im Regelfall besser als Billigfische.
Ein verantwortungsvoller Koihändler wird sich stets nach den Haltungsbe-dingungen, der Besatzdichte sowie Teich- und Filtertechnik an Ihrem Koiteich erkundigen, bevor er Ihnen einen hochwertigen Koi verkauft. Des Weiteren wird er Ihnen Züchter, Herkunft und Gesundheit seiner Koi benennen bzw. belegen können.
Mit dem Kauf neuer Koi, besteht auch immer die Gefahr der Einschleppung von Parasiten und Krankheiten. Zur Minderung des Risikos für den eigenen Bestand, sollten Koi ausschließlich bei einem vertrauenswürdigen Koihändler bezogen werden.
Die Verkaufsanlage
Die Koibecken müssen in jedem Fall sauber und dürfen nicht massiv überbesetzt sein. Insbesondere Wasserqualität und Temperatur müssen den Anforderungen der Koihaltung entsprechen. Befinden sich tote oder offensichtlich erkrankte Koi in der Verkaufsanlage, sollten auf keinen Fall Fische gekauft werden!
Die Koi
Vor dem Kauf empfiehlt es sich, sämtliche Tiere in der Verkaufsanlage genau zu beobachten. Zu achten ist auf eine symmetrische Körperform, vollständig schließende Kiemendeckel, gleichmäßige Flossen und ein sauberes Hautbild. Gesunde Koi bewegen sich aktiv in der Gruppe. Sondern sich Fische vom Schwarm ab, ist Vorsicht geboten.
Kranke Koi
Fische mit taumelnden Schwimmbewegungen, in Schräglage oder am Boden abliegende Koi sind meistens erkrankt. Zu achten ist auch auf Deformationen von Kopf und Körper, Glotzaugen, Rötung von Augen, Maul und Flossenansätzen sowie Ausfransungen der Flossen. Ein dicker Bach und abstehende Schuppen lassen ebenfalls auf kranke Tiere schließen. Springen oder scheuern sich die Koi, ist dies ein Indiz für gesundheitliche Probleme wie Parasitenbefall oder schlechte Wasserqualität. Bei Schleimhautverletzungen, Geschwüren, Verletzungen sowie erkennbaren Pilzbefall, sollten auch keine Fische erworben werden.
Leider werden oft Koi gekauft und die Haltungsbedingungen außer Acht gelassen. Bevor Sie sich zum Kauf eines neuen Koi entschließen, prüfen die Besatzdichte, Teich- und Filtertechnik sowie die Haltungsbedingungen in Ihrer Anlage. Eine Optimierung der Teich- und Filteranlage ist in manchen Fällen sinnvoller als die Neuanschaffung eines weiteren Koi.